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Regino, Abt des Klosters Prüm
(840 – 915)
Regino entstammt einer reichen Familie, Großgrundbesitzer, aus
Altrip am Rhein im damaligen Speyergau. Gegen Ende des 9 Jahrhundert wurde
er Abt in Prüm.
Wir verbinden mit dem Namen aufklären,
dokumentieren, lehren, schreiben. Karriere hat Regino gemacht,
Aufbauarbeit geleistet, auf dem Höhepunkt seiner Macht den Einfluss
wieder verloren, weitergearbeitet, ein großes Werk Chronicon geschaffen
und am Ende hoffentlich seinen Frieden gefunden.
Aus
diesem Grunde haben wir den von uns gestifteten Pressepreis nach Regino
benannt: |

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Prüm war damals ein bedeutendes Kloster, reich: Denn
die Ursprünge der Abtei gehen zurück in das Jahr 721, als Bertrada, die
Großmutter der Gattin Pippin, eine kleine Kirche und einige Münchzellen
erbauen lässt. Durch Schenkungen Pippins mehrte sich rasch der Reichtum
und damit der Einfluss der Abtei. Die von Pippin finanzierte Kirche wurde
unter Karl (d. Großen) vollendet und 799 von Papst Leo III. persönlich
in Anwesenheit von mehr als 350 Bischöfen eingeweiht. Zum Kloster
gehörte stets eine Schule (die als bischöfliches Konvikt bis zum Jahr
2000 betrieben wurde, mit Ende des Schuljahres 1999/2000 geschlossen
wurde). Unter den karolingischen Königen gewann die Kirche immer mehr
Einfluss, durch üppige Geschenke wurde sie immer reicher. Lothar I. und
seine Söhne waren dem Kloster besonders verbunden, durch deren Zuwendung
die Abtei als eine der reichsten im ganzen Reich galt. Lothar I erkor die
Abtei auch als seinen Altersitz, und starb dort als Mönch.
Der Reichtum weckte aber auch allerlei
Begehrlichkeiten bei Fremden, insbesondere die Normanen fanden Gefallen an
Prüm und plünderten Stadt und Kloster in den Jahren 882 und 892.
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| Als Regino nach Prüm kam, war, das Kloster auf
dem Höhepunkt seiner Macht – dann musste er zweimal die Zerstörung
durch die Normanen erleben, den Wiederaufbau von Stadt und Kloster
organisieren. Als der gröbste Schaden wieder beseitigt war, konnte Regino
sich wieder seiner Hauptaufgabe – neben der Führung des Klosters widmen
– Schreiben und Lehren. Regino war im Mittelalter einer der
bedeutendsten Lehrer und Vermittler, einer der bedeutenden Gelehrten des
Mittelalters, ein bedeutender Geschichtsschreiber und Kenner des
kanonischen Rechts. Regino war auch in großem Umfang schriftstellerisch
tätig – zuerst waren es musiktheoretische Schriften, dann eine
Visitationsordnung, die bis zum Jahre 1800 in kraft bleibt. Sein Ehrgeiz
ist es jedoch eine Art Hauptbuch der Weltgeschichte zu schreiben, seine
zeit, das Leben und die Ereignisse lebhaft der Nachwelt zu vermitteln. Die
von ihm verfasste „Chronicon“, die bis ins Jahr 906 reicht, war
Forschern stets eine wichtige Quelle für die Erforschung der Geschichte
des fränkischen Reichs unter den Karolingern. Im Jahr 899 musste Regino
Prüm verlassen – die Gründe sind unklar. Sind es Neider, die ihm den
Erfolg, das Ansehen und die Macht missgönnen – oder hat der Erzbischof
von Trier eine neue Aufgabe für ihn: den Wiederaufbau des ebenfalls von
den Normanen zerstörten Klosters St. Martin. Regino begibt sich als Abt
dorthin und wird ehrenvoll empfangen – er organisiert auch erfolgreich
den Wiederaufbau. Später zieht er sich zurück in das Kloster St. Maxim
bei Trier, wo er 915 als einfacher Mönch stirbt. |
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