Am 31.10.2002 im Oberlandesgericht (OLG)
Koblenz erhielten das ZDF-Team Bernhard Töpper und Joachim Pohl für
ihre Reportage 50 Jahre Bundesverfassungsgericht.
Bernhard Töpper, Rechtsanwalt und Leiter der ZDF-Fachredaktion "Recht
und Justiz". Wenn es darum geht, Gerichtsurteile zu erläutern, über
bedeutende Prozesse zu berichten und das Recht für den Fernsehzuschauer
durchschaubar zu machen, dann ist beim ZDF regelmäßig Bernhard Töpper
gefragt.
Joachim Pohl, Redakteur beim ZDF
Jahrgang 1953, studierte in Mainz Jura, Journalistik und Politik mit Praktika
bei Zeitung, Hörfunk und Fernsehen. 2. jur. Staatsexamen 1981, dann
Rechtsanwalt in Mainz. Ab 1985 Fernsehjournalist beim Südwestfunk; 1989 Wechsel
als Redakteur zur Fachredaktion Recht und Justiz im ZDF. Dort
Gerichtsreporter für aktuelle Sendungen wie "Heute" und "Heute
Journal", Magazinbeiträge in ZDF und 3Sat, Redakteur bei "Wie würden
Sie entscheiden" (ZDF), "Recht brisant (3Sat), Infoangebot der
Fachredaktion im Internet. Joachim Pohl ist es ein Anliegen, in dem als
trocken und spröde verschrieenen Bereich der Justiz neben der nötigen
Schachinformation eines nicht zu nicht zu vergessen: Es geht letztlich immer um
den Menschen und überall sind Menschen die Akteure; natürlich auch in er
scheinbar abstrakten Welt der Roten Roben.; auch das ein wesentliches Merkmal
der mit dem Regino-Preis ausgezeichneten Dokumentation.
Herausragende Arbeiten:
Schuldig auf Verdacht - Vom Missbrauch mit dem Missbrauch (1994)
Nichtehelich - Kinder zweiter Klasse (1995)
Die Entführung des J. Ph. Reemtsma (1998)
Die Chefermittler - Das Bundeskriminalamt (2001)
Die Macht der Roten Roben - 50 Jahre Bundesverfassungsgericht
/2001)
Bericht aus der
Hannoversche Allgemeine
Hannover -
Gesichter & Geschichten
Gnade für den Mann vom ZDF
Wenn Leute vom Fernsehen bei Gericht anrücken, samt Kameras
und Mikrofonen, zuckt man in Justizkreisen meist zusammen. Das
Fernsehen, so urteilen vor allem Richter, arbeite leider oft sehr
oberflächlich.
Vielleicht, so seufzen manche Kritiker etwas
herablassend, liege das in der Natur des Mediums, das eben allzu flüchtig
sei und sich für seriöse Darstellungen komplexer Inhalte kaum eigne. Ein
Journalist vom ZDF, selbst Volljurist, bemüht sich seit vielen Jahren,
diese Vorurteile gegenüber seiner Zunft zu widerlegen: Bernhard Töpper
(57), der aus Hannover (Abitur an der Lutherschule) stammende Leiter der
ZDF-Redaktion Recht und Justiz. Wenn es um Töpper und seine aktuellen
Beiträge für „heute“ und „heute journal“ geht, zeigen sich die
Juristen meist etwas gnädiger; man spürt den Sachverstand.
Und jetzt ist Töpper sogar ausgezeichnet worden mit dem Regino-Preis „für
gründliche und objektive Berichterstattung, die das Verständnis der Bürger
für das Rechtssystem fördert“. Gewürdigt wurde Töppers Dokumentation
über „Die Macht der Roten Roben – 50 Jahre
Bundesverfassungsgericht“. Es gab eine kleine Zeremonie im
Oberlandesgericht Koblenz, Schirmherr war der rheinland-pfälzische
Justizminister Herbert Mertin (44). Töpper freute sich: „So etwas kommt
nicht sehr häufig vor.“