Die Jury begründete die Preisverleihungen wie folgt :
Jutta
Behr-Groh und Gertrud Glössner-Möschk sei es in ihrer Serie mit der
Vorstellung des Oberlandesgerichts Bamberg beispielhaft gelungen, die Tätigkeit
eines Gerichts darzustellen. „Von der Zuständigkeit des Gerichts, über die
Organisation, die Schwierigkeiten bis hin zu den Personen wird beim Lesen der
Berichte die Tätigkeit dieses Gerichts lebendig, der Bürger kann sich richtig
unter „seinem“ OLG etwas vorstellen“, sagte Martin W. Huff, Pressesprecher
des Hessischen Justizministeriums und erfahrene Justizjournalist, in seiner
Laudatio in Koblenz.
Reinhard
Breidenbach stehe mit seinen Beiträgen in den Zeitungen der
Rhein-Main-Verlagsgruppe über
einen spektakulären Mordprozeß in der Tradition der klassischen Prozeßreportage.
Mit Ausdauer, Kenntnis der Tatsachen, sorgfältiger Beobachtung und kritischer
Begleitung werde für den Leser deutlich, warum am Ende nach vielen
Verhandlungstagen ein Urteil „Lebenslänglich“ gestanden habe. Huff betonte,
daß es nicht mehr selbstverständlich sei, einen Prozeß vom Anfang bis zum
Ende zu verfolgen. „Viele Kollegen kommen nur dann, wenn es angeblich wichtig
wird, nur die kurze Meldung, nicht mehr die Reportage interessiert sie“,
bedauerte er.
Jürgen
Gückel vertrete mit seinen Beiträgen im „Göttinger Tageblatt“ in seiner
Serie „50 Jahre Grundgesetz“ einen anderen Ansatz. Er wollte – und dies
sei ihm beispielhaft gelungen – das Grundgesetz zum Leben erwecken. Durch die
Idee der Verknüpfung einzelner zum Teil tagesaktueller, Themen mit
unterschiedlichsten Kommentaren bilde sich eine Serie, bei der
es ich lohnt, sie auszuschneiden und aufzuheben, meinte Huff.
Der Preis ist mit insgesamt 6000,-- DM (3000/2000/1000 DM) dotiert.
Die
Jury
des Regino-Preises 2000 bestand aus:
Rechtsanwalt
Wolfgang Ferner, Heidelberg
Ministerialrat
Martin W. Huff, Wiesbaden, Pressesprecher des hessischen Justizministeriums
Lektor
Stefan Kolbe, Luchterhand Verlag, Neuwied
Richter
am Oberlandesgericht Wolfgang Krämer, Pressesprecher des OLG Koblenz
Oberstaatsanwalt
Dr. Bernhard Loos, Generalstaatsanwaltschaft Koblenz